Die Oberschule Flotwedel hat sich als internationale Nachhaltigkeitsschule/ Umweltschule in Europa beworben.

Projekt Schulgarten

Seit dem Schuljahr 2024/2025 wird an der Oberschule Flotwedel gegärtnert. Unter der Leitung von Frau Krüger und Frau Weiß haben die Schülerinnen und Schüler des Wahlpflichtkurses „Schulgarten“ im 7. Jahrgang Hochbeete und ein Steinbeet für Kräuter angelegt. Die Lernenden waren in den gesamten Entstehungsprozess einbezogen. Die Hochbeete aus Metall mussten aufgebaut und befüllt werden, der Schulgarten bekam einen Zaun und aus großen Feldsteinen wurde ein Kräuterbeet errichtet. Außerdem übernahm der WPK das Pflanzen von Obstbäumen rund um das Schulgelände. Später kamen noch diverse Beerensträucher dazu. Die jungen Pflanzen wurden aus dem Erlös des Sponsorenlaufs finanziert und liefern schon im ersten Jahr leckere Früchte.
Nach dem Aufbau des Gartens wurden im Frühjahr und Sommer die ersten Gemüsepflanzen und Kräuter kultiviert. Besonders die Tomaten waren sehr ertragreich und äußerst schmackhaft. Außerdem wurden u.a. Gurken, Kohlrabi, Salat, Möhren, Erbsen, Kürbis und Kartoffeln angebaut. Nach der Ernte wurde der Garten winterfest gemacht und alle warten nun auf das nächste Frühjahr, um wieder mit der Gartenarbeit beginnen zu können.
Ziele des Projekts sind neben dem Wissenserwerb zum Obst- und Gemüseanbau auch die Entwicklung eines wertschätzenden Umgangs mit Lebensmitteln und die Förderung einer gesunden Ernährung und Lebensweise. Nebenbei lernen die Schülerinnen und Schüler im Team zu arbeiten und Verantwortung für ihren Garten zu übernehmen. Nicht zuletzt geht es aber auch einfach um den Genuss eigens angebauter Leckereien.

Projekt Igelstation

Der Igel gilt hierzulande mittlerweile leider als gefährdete Tierart. Die natürlichen Lebensräume schwinden und jedes Jahr schaffen es viele Tiere nicht ohne Hilfe über den Winter. Mit dem Projekt Igelstation leistet der Wahlpflichtkurs des 6. Jahrgangs unter der Leitung von Frau Schmidt einen aktiven Beitrag zum Igelschutz. In einem eigens zu diesem Zweck errichteten Igelgehege am Rand des Schulgeländes werden nicht überwinterungsfähige, unterernährte und verletzte Igel gepflegt. Die Aufgaben der Schülerinnen und Schüler bestehen in der Kontrolle des Gesundheitszustands, der Reinigung des Auslaufs, der Behausungen sowie der Fress- und Trinkschalen. Des Weiteren bauen sie Igelhäuser für den heimischen Garten und veräußern diese auf dem schuleigenen Weihnachtsmarkt.
Der Wahlpflichtkurs hat aber auch theoretische Inhalte. Es geht um die Biologie des Igels (Fütterung, Tragzeit, Parasitologie, Alters- und Geschlechtsbestimmung). Des Weiteren klärt der WPK die Schulgemeinschaft über den Igelschutz und seine Arbeit auf.
Ist ein Igel gesund gepflegt, suchen die Schülerinnen und Schüler Auswilderungsstellen in der Umgebung und beraten diese hinsichtlich der optimalen Beschaffenheit des Gartens, der Fütterung und Pflege der ausgewilderten Tiere. Im laufenden Projektzeitraum wurden somit schon mehr als 40 Igel betreut.

Aktuelle News:

Die Lernenden des Igel-WPK haben am Montag vier Igel in den Auslauf gesetzt. Es sind drei Weibchen, wovon eines ein Altigelweibchen ist, und ein Jungigelmännchen. Die vier bleiben jetzt dort, bis sie ihr Gewicht erreicht haben (Jungigel: mindestens 600g, Altigel mindestens 800g). Während ihres Aufenthalts werden sie regelmäßig kontrolliert und gewogen. Sollte die Abschlusskontrolle positiv ausfallen, gehen sie für zwei Wochen in naturnahe Auswilderungsgärten. Nach der Akklimatisierung dürfen sie dann dort in die Freiheit starten. Bei uns werden sie täglich mit Katzennassfutter ohne Soße und Gelee sowie mit getrockneten Soldatenfliegenlarven gefüttert, das Wasser wird täglich erneuert. Sie wohnen in Igelhäusern, die mit sauberem, grannenfreiem Stroh sowie getrocknetem Laub ausgestattet sind. Vor der Witterung von oben schützen zusätzlich Dachpfannen. In den Ausläufen, die naturnah gestaltet sind, finden die Igel weiteres Laub zum Ausbau ihres Nestes sowie Büsche, unter denen sie sich verstecken können.